Wie angekündigt war unser Hüttner „Biketürli„ diesmal weniger anspruchsvoll als auch schon, aber genau so schön. Noch am Donnerstag sah es aus, als würden sich 12 Biker an der Tour beteiligen, doch leider mussten sich einige kurzfristig abmelden.
Zu sechst schliesslich, nahmen wir die Strecke unter die Räder. Dank der Wolkendecke, die sich über die Nacht gebildet hatte, war die Temperatur am Morgen wesentlich höher als in den vergangenen Tagen. Gemäss Wetterprognose hatten wir einen sonnenreichen Tag vor uns – beste Bike-Konditionen also. Zuerst führte uns der Weg über den Tiefenbachweiher zum Kraftwerk an der Sihl, dieser entlang, hinauf nach Spitzen und mitten durch den Golfplatz nach Schönenberg. Das kurzgeschnittene Gras auf dem Golfplatz (Fairway im Fachjargon) war taunass und bescherte uns bei der Durchfahrt eine Spritzwasserdusche. Weiter ging‘s Richtung Wädenswilerberg vorbei an der St. Anna Kapelle, wo Peter Staub anno 1983 sein Vreni heiratete. Die Wolkendecke war immer noch dicht und langsam fingen wir an den Fähigkeiten unserer Meteorologen zu zweifeln. „Lasst doch den Kachelmann endlich frei!„
Nach einem kurzen Abstecher an den Aabach-Weiher kam die erste „First-Gear-Passage„, ein steiles Stück hinauf Richtung Hexental. Beim Restaurant Hanegg überquerten wir die Zugerstrasse und fuhren an zwei Villen und dem Horgenbergsee vorbei nach Wührenbach. Von da auf die „Hirzlerhöchi„ und ins gleichnamige Restaurant unweit davon. Der Beizer – mehr Künstler – war gerade mit dem Bügeln der Wäsche beschäftigt, als wir eintraten. Wir waren die einzigen Gäste. Nachdem er die Bestellung entgegengenommen und die Getränke serviert hatte, begab er sich in die Küche und bereitete unsere Spaghetti zu. Diese schmeckten tadellos.
Gestärkt stachen wir talwärts Richtung Ernst Siebers „Sunnedörfli„, wo wir die Sihl überquerten. Apropos Sunnedörfli, mittlerweile hatten sich die Wolken verzogen und herrlichem Sonnenschein Platz gemacht. Wieder folgte ein ruppiger Aufstieg nach Neuheim in die Kiesgrube. Mit dem „Bubentraum Radtrax„ hätten wir gerne eine Runde gedreht!