Das Startfoto: Sieben Unerschrockene mit Dame :-)

Hätten wir uns das Wetter aussuchen können, wäre es am 23. August 5 Grad wärmer und etwas sonniger gewesen. Für einmal gings zu Beginn unserer Tour vorerst eben aus, nach Schönenberg und Hirzel, wo wir im „Häxetäli„ den ersten Single Trail abritten – alles ohne Pferd. Vorbei am Horgener Bergweiher den Wald hinunter zur Station Sihlwald. Um wie angekündigt ins Zugerland zu gelangen, stand uns der Aufstieg zur Schnabelslücke, dem tiefsten Übergang der geamten Albiskette bevor. Hinauf führt ein direkter steiler Weg, den früher die Spinner vom Säuliamt zur Arbeit ins Sihltal gegangen sind. Die Krux war nur, dass dieser Spinnerweg von Bikern nicht befahren werden darf und unser Bike Guide der Bikewege unkundig war.

Schlussendlich schoben wir unsere Bikes den steilen Weg zum Restaurant Albis-horn hinauf, ca. 100 Höhen-meter über der Schnabels-lücke notabene. Ein bisschen schieben gehört eben auch zu einer richtigen Biketour. Auf der extra Abfahrt zur Schnabelslücke, hatte Käre einen unfreiwilligen Absteiger, den jedoch niemand von uns bemerkte. Ich hoffe, ich falle mit 70 auch noch so geschmeidig! Am Türlersee zu unserer Rechten fuhren wir zum Seeliger Moor, zum Hintereingang hineien direkt in die Beiz. Das war aber gut rekognosziert, nicht wahr? Für ein Bier war es eine Spur zu kalt, für Kafi Schnaps noch zu früh. Also stärkten wir uns mit Most und Schnitzelbrot bevor wir Kurs auf Baar nahmen. Der Lorze hinauf zu den Höllgrotten schien dann endlich auch die Sonne und es wurde merklich wärmer.

Noch wärmer wurden unsere Beine den Weg hinauf nach Neuheim. Wenn man sich gegen-seitig hilft, sind auch die steilsten Aufstiege nur halb so schlimm. Nehmen wir uns Silvana und Bob als Beispiele. Nach einer kurzen Zwischenstärkung in Form von gestohlen Zwetschgen – die schme-cken ja bekanntlich am besten - pedalten wir durch die einzigartigen Hügellanschaften auf dem Gemeindegebiet von Neuheim und Menzingen. Ganz nach dem Motto – munter rauf und runter. Runter ging es dann tatsächlich und zwar zur Sihl, genauer ins Restaurant Sihlmättli.

Und da gab’s keine Forellen aber „en rächte Kafi„. An dieser Stelle danke ich Bob, einerseits für die Kaffees, andererseits für den Apell an unsere Vernunft, denn sonst wäre es nicht bei dem Einen geblieben . Schliesslich waren wir noch nicht am Ziel – aber bald. Noch ein Stück entlang der Sihl bis zum Kraftwerk, dann hinauf zum Tiefen-bachweiher, der das Sihl-wasser für das Kraftwerk speichert, zurück nach Hütten und es war ge-schafft. Endlich ein Bier. Das floss so wunderbar die Kehle hinunter! Irène, die gute Frau an meiner Seite, hatte bereits Salate vorbereitet. Nach einer erfrischenden Dusche liessen wir es uns gut gehen, grillierten, lachten, assen, tranken und lachten noch mehr. So liessen wir einen wunderbaren Tag ausklingen. Vielen Dank euch allen, ich freue mich bereits auf nächstes Jahr.
Rolf Bachmann