Tag 1: Mayrhofen/Ahorn, Penken/Lanersbach und Hintertux – Hattrick!
Den Start der dreitägigen SCA-Skisafari bildete das Nebengebiet Ahorn: Von Mayrhofen links (immer eine gute Entscheidungshilfe) mit der Ahornbahn (160er Kabinenbahn!) von 670m hinauf auf 1965m auf ein Plateau mit einer seeeeeehr breiten und flachen Piste oben und einem steilen Hang unten – dennoch eine Verhältnisfrage: Wozu brauchen die eine derartig grosse Seilbahn? Vielleicht für die tolle Talabfahrt, die so gar nicht zu den oberen flachen Pisten passt?

Unten ein kurzer Fussmarsch zur Penkenbahn: Bei meinem letzten Besuch aufgrund des gigantischen Bodenabstands gemieden, führt nun kein Weg an der 2 Seilumlaufbahn hinauf zum Penken vorbei (Blick immer schön nach innen richten, dann geht’s schon). Oben ein kurzer Abstecher zur Harakiri-Abfahrt, die gerade nach einem Unfall mit Hubschraubertransport wieder für uns geöffnet hat. Es empfiehlt sich, den umwerfenden Talkessel mit seinen vielen anspruchsvollen Abfahrten von oben zu betrachten, in der Mitte der 78% steilen Abfahrt könnte man etwas abgelenkt sein. Wir nehmen die 150er Tux hinauf auf den Freeridemountain am Horbergjoch und kommen oben auf die Idee, von Lanersbach mit dem Bus gleich auch noch nach Hintertux ins dritte Gebiet des Tages zu fahren.
Dort erwartet uns ein steifer Wind, der die -12° oben mit einem fetten Windchill versieht und die Abfahrten zur speziellen Herausforderungen macht. Dennoch: mir gefällt der Gletscher einmal mehr. Am Schluss mit dem kostenlosen Skibus zurück von Hintertux nach Mayrhofen gleich in eine coole Bar zum Apres Schi. Ein toller Einstieg in die Safari.

Tag 2: Zillertal-Arena von Zell am Ziller nach Krimml und zurück nach Gerlos.
Mit der Bahn (sic!) in und dem Bus zurück, wenn das kein Fortschritt ist! Wir beginnen in Zell, hinauf auf die schönen aber nicht allzu anspruchsvollen Hänge bei der Rosenalm bis zum äussersten Ende am Kreuzwiesenlift. Von da über das Übergangsjoch (was für ein Zufall, dieser Name – übrigens hats von dort an der Ostseite einige interessante Freeride-Möglichkeiten) und die nicht sehr spannende Verbindung nach Gerlos und von dort die äusserst beeindruckende Krummbach-Abfahrt direkt zum Sieg von Cuche garniert mit Spaghetti und Espresso in der Prölleralm -– anschliessend auf die andere Talseite hinüber zur Königleitenspitze und zur Diretissima Königsleiten, bevor wir auf der Krimmlseite das andere Ende des Gebiets am Handlalmlift erreichen. Von dort zurück über den Königleitenspitz und Falschbach nach Gerlos, wo uns eine tolle Aprés Ski-Party des Regensburger Hitradios gong fm mit noch tollerer Musik begeisterte. Der Aprés Ski wird dann noch auf der rund 1 stündigen Busfahrt zurück nach Mayrhofen qualvoll mitgetragen.


Tag 3: Hochzillertal und Hochfügen
Früher 2 Skigebiete mittlerer Grösse, verbindet nun eine Gondelbahn die Gebiete Kalten-bach-Hochzillertal und Hochfügen – und auf einmal existiert ein tolles, abwechslungsreiches Skigebiet mit verschiedenen Talseiten und Aussichten, abwechslungsreichen Hanglagen und tollen Pisten, kurzum ein ziemlich begeisterndes Gebiet, wenn auch das Anstehmanagement an den Liften noch massiv verbesserungswürdig scheint: Schon lange habe ich keine solchen Prügeleien gesehen wie in Kaltenbach unten oder am Sonnenjet oben.


Blicke auf Hochfügen
Dennoch, es lohnt sich, denn wenn man es dann mal auf den Lift geschafft hat bieten sich tolle Abfahrten - hab ich das schon mal erwähnt?: Krössbichl-Schneeexpress, die Abfahrten von Marchkopf nach Hochfügen mit 900 Höhenmetern, am Holzalmlift oder vom Pfaffenbühel sind besonders erwähnenswert. Und was in Hochfügen nicht bepistet ist wird zum Freeride-Gebiet gemacht - jede Area ist perfekt ausgeschildert! Zum Lunch lädt dann die Wedelhütte ein – ein Gasthaus mit allen Schikanen auf 2350 müm, in dem zu nächtigen ab sofort ein Traum ist, den es zu verfolgen gilt. Der einzige Wehrmutstropfen bei der Übernachtung dort oben wäre dann nur, dass man die Talabfahrt über 1700 Höhenmeter nach Kaltenbach nicht befahren werden könnte - ein Vergnügen besonderer Art, nicht nur aufgrund der Piste selbst sondern auch wegen der Eindrücke durch die mit "schmerzfrei" so treffend bezeichneten SkifahrerInnen, die sich die vereiste und steile Piste abihauen. Keine richtige Talabfahrt, die sich nicht durch ein Gemetzel auszeichnet. Dem Skigebiet - dem besten der Safari - ist diese Herausforderung nicht abträglich.

Auf der Rückreise sind wir uns alle einig: Eine tolle Region, dieses Zillertal! Und die Ideen sprudelten bereits, wo’s denn im nächsten Jahr hingehen soll. Vielleicht schaffen wir’s ja 2012 in die ursprünglich geplante, wegen Schneemangel dann aber verstossene Haute Savoie? Und vielleicht bist du dann auch dabei? Danke an Adi, Thomas und Marc für diese tollen Tage!
(Roger Gfrörer)



Bericht mit Bildern gibt’s unter http://grandeboucle.blogspot.com/search/label/Zillertal

2012-Skisafari
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